Spritzgussteile
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| ::: Kunststofftechnik: Erfolg durch Spritzgießen ::: |
PC- Gehäuse, Wassersprudler, Thermoskannen, Etuis oder die Armatur des eigenen Autos haben eines gemeinsam: Sie werden im gleichen Verfahren hergestellt. Das Verfahren, bei dem in einem einzigen Arbeitsschritt fertig geformte Teile mit komplexer Geometrie und in nahezu beliebiger Größe hergestellt werden, nennt sich Spritzgießen und ist das wichtigste Verfahren zur Verarbeitung von Kunststoffen. Die Fachhochschule Osnabrück Transfer GmbH bietet in Kooperation mit der Nordwestdeutschen Akademie für wiss.- technische Weiterbildung (NWA) vom 09. November bis zum 2. Dezember 2006 ein berufsbegleitendes Seminar "Spritzgießen in Theorie und Praxis" an.
Die ständige Forderung nach messbaren Erfolgen in Form von Kostenreduzierung und Qualitätsverbesserung stellt die Mitarbeiter der kunststoffverarbeitenden Industrie vor immer neue Herausforderungen. Innovative Spritzgießverfahren bieten besonders gute Möglichkeiten und Chancen, diese Ziele zu erreichen. Durch die rasante Entwicklung der Spritzgießtechnik in den letzen Jahren nimmt dieses Verfahren eine immer zentralere Stellung in der Kunststofftechnik ein. So ist ein hoher Qualifizierungsbedarf bei den Mitarbeitern der kunststoffverarbeitenden Industrie entstanden, auf den die sogenannten "Einrichterseminare" eine Antwort sind.
Das dreiteilige Seminar, das jeweils von Donnerstag bis Samstag stattfindet, vermittelt fundierte Kenntnisse und praktische Erfahrungen über die Werkstoffe, den Spritzgießprozess und die hergestellten Erzeugnisse. Die erworbenen Kenntnisse geben den Seminarteilnehmern die Möglichkeit zu einem ganzheitlichen Umgang mit dem Spritzgießverfahren.
Die Zielgruppe sind Mitarbeiter von Unternehmen, die Kunststoffe im Spritzgießverfahren verarbeiten, insbesondere Einrichter von Spritzgießmaschinen sowie Techniker und Ingenieurberufe anderer Fachrichtungen als Ergänzung ihres Fachwissens.
Diese Seminare enden mit einer Prüfung und der Aushändigung des anerkannten Zertifikats des Fachverbandes Technische Teile im Gesamtverband kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GkV).
Das Seminar leitet Prof. Dipl.-Ing. Helmut Vogel von der
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik an der Fachhochschule Osnabrück.
Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.nwa-akademie.de. Für die Anmeldung wenden Sie sich bitte an die NWA unter Tel.: 05 41 - 969-3060 oder per E-Mail an: info@nwa-akademie.de.
Weitere Informationen:
http://www.nwa-akademie.de
Veröffentlicht am: 30.10.2006
Veröffentlicht von: Dr. Hagen Gleisner
FH Osnabrück, Transfer GmbH - Nordwestdeutsche Akademie für wissenschaftlich-technische Weiterbildung (NWA)
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| ::: Fördernehmer: freeglass GmbH & Co. KG ::: |
Vorhaben: Beschichtung großflächiger transparenter Spritzgussteile für den Automobilbau
Das Unternehmen aus Schwaikheim/Baden-Württemberg plant die großtechnische und serienmäßige Anwendung eines Verfahrens zur Herstellung transparenter Kunststoffteile für den Automobilbau.
Multifunktionale Spritzgussbauteile aus Polycarbonat (PC) decken im Fahrzeugbau immer größere Anwendungsfelder ab. Ein modernes Konstruktionselement, welches in einem Arbeitsschritt aus einem Material (Polycarbonat) gefertigt wird, kann mehrere Funktionselemente wie z.B. Heckscheibe, Heckspoiler und Heckleuchten in einem Modul vereinigen. In der derzeitigen Fertigung werden zur Erzielung einer harten, kratzfesten Oberfläche die rohen Module an den Stellen, die transparent bleiben sollen, mit einem Siloxanlack unter Verwendung organischer Lösemittel beschichtet.
Ziel des Vorhabens ist der Herstellung transparenter Kunststoffscheiben und ?module aus beschichtetem Polycarbonat, die in Härte und Kratzfestigkeit dem Werkstoff Glas nahe kommen. Zu diesem Zweck soll die organische Beschichtung mit Siloxanlack durch eine härtere, weitgehend anorganische Siliziumdioxidschicht ersetzt werden. Dies soll mit der so genannten PECVD-Technik (Plasma-Enhanced-Chemical-Vapour-Deposition) erfolgen. Beim PECVD-Verfahren werden die Schichten aus der Gasphase direkt auf die Oberfläche der Polycarbonat-Module aufgetragen und bilden dort ein glasähnliches, sehr kratzfestes und hochtransparentes Netzwerk.
Durch den Einsatz der neuen Technik werden neben fertigungstechnischen Vorteilen (wie Gewichtsreduzierung, neue Designmöglichkeiten) auch eine Reihe von Umweltentlastungen (z.B. Vermeidung des Einsatzes von Lösemitteln) erzielt.
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